Neue Coake® Version 7.4.3 veröffentlicht

Mit diesem Release werden einige größere Features und Verbesserungen bei der Verwendung von Coake eingeführt. Allen voran ermöglicht die neue, auf Deep Learning basierende trevista® Smart Surface Inspection mit geringem Aufwand Defekte in trevista-Bildern zu finden und hervorzuheben. KI-Technologie ergänzt hierbei die klassische Bildverarbeitung optimal. Sie ermöglicht Oberflächeninspektionslösungen, die klassisch nur mit sehr viel Aufwand oder überhaupt nicht umsetzbar waren. Um dafür Bilder zu annotieren, Neuronale Netze zu trainieren und Trainingsmodelle zu verwalten werden entsprechende Werkzeuge in Coake bereitgestellt.
Viele der bestehenden Befehle (u.a. Filter und Objekterkennung) wurden um eine Maskierungsfunktion mit Bild- oder Objektmasken erweitert. Damit lässt sich sehr einfach der Wirkungsbereich dieser Befehle auf definierte Freiformbereiche beschränken. Um bei der Erstellung von Masken den Arbeitsfluss zu verbessern, wurden ebenfalls neue Befehle bereitgestellt.
Zur initialen Lagenachführung des Kamerabildes gib es nun neben den Befehlen des Kronos-Pakets ebenfalls eine allgemeine, leistungsfähige Erkennung der Bildausrichtung. Neu sind auch die Befehle zum Verarbeiten von Zeitstempeln, Polygonen, Kreisringen und Bildhistogrammen.
Die Standardsortierung von Befehlen in der Befehlsleiste wurde deutlich verbessert. Befehle sind nun in logische Arbeitsschritte unterteilt und können daher einfacher gefunden werden.
Für SDK-Anwender wurde das Erweiterungskonzept von Coake verbessert. Eine Coake-Projekterweiterung, meistens bestehend aus Bibliotheken, Icons und Übersetzungen, ist jetzt gekapselt in einem einzigen Plugin-Ordner.
Im Folgenden nochmals die größeren Änderungen im Detail:

1. trevista® Smart Surface Inspection
trevista® Smart Surface Inspection erweitert die umfangreichen Möglichkeiten der trevista-Sensorfamilie um eine weitere bahnbrechende Komponente – das Defektbild. Diese neue Dimension der Oberflächeninspektion basiert auf aktueller Deep Learning Technologie und vereinfacht das Finden von Defekten in trevista-Bildern. Die neuen Funktionen können bestehende Lösungen vereinfachen und auch Lösungen ermöglichen, bei denen klassische, regelbasierte Bildverarbeitung an ihre Grenzen kamen. trevista® Smart Surface Inspection ist lauffähig sowohl auf CPUs als auch auf GPUs. Wir empfehlen die Verwendung einer möglichst leistungsfähigen Nvidia-Grafikkarte, sowie die Installation der optionalen Erweiterung „Smart Surface Inspection GPU“.
trevista® Smart Surface Inspection ist ein kostenpflichtiges Add-on für Coake 7. Eine gültige Lizenz befähigt zum Abspeichern und Anwenden der gelernten Modelle. Das Verwalten und Annotieren von Bilderkatalogen und das Trainieren von Modellen (ohne Abspeichern) benötigt lediglich eine passende Coake-Lizenz (Standard oder Offline). Die 31-Tage-Demoversion von Coake enthält weiterhin alle möglichen Funktionen, somit auch eine Testlizenz für trevista® Smart Surface Inspection.

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2. Masken
Um eine Bildoperation nur auf einem Teilbereich des Bildes ausführen zu lassen, stand bisher die Bildregion/Fenster zur Verfügung. Die Bildregion wird in Bildkoordinaten definiert und ist dabei immer am Pixelraster ausgerichtet. Um Bildoperationen innerhalb beliebiger Formen zu ermöglichen, werden mit dieser Version Bild- und Objektmasken eingeführt. Eine Bildmaske ist ein Grauwertbild, welches binär die Informationen über aktive Pixel beinhaltet. Eine Objektmaske legt über ein geometrisches Objekt (z.B. Rechteck, Kreis, Kreisring, Polygon oder segmentiertes Objekt) oder eine Liste von geometrischen Objekten fest, auf welche Pixel die Operation angewandt werden soll. Geometrische Objekte sind dabei in gewohnter Weise in Weltkoordinaten definiert, weshalb diese auch auf Lagenachführungen reagieren.

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3. Befehlsordnung in logische Gruppen
Die Befehle sind nun in der Befehlsübersicht in Kategorien und Gruppen angeordnet, die den Arbeitsschritten beim Lösen eines BV-Projekts nachempfunden sind. Dies sollte nach kurzer Umgewöhnungszeit eine deutliche Verbesserung des Workflows ergeben. Auch wurde darauf geachtet, dass auf einem aktuellen Standardmonitor (16:9 Full HD) alle Befehle direkt zugreifbar sind.

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4. SDK Anpassungen und Coake Erweiterungen
Das SDK wird nun standardmäßig neben der Anwendung unter „C:\Programme\SAC\Coake 7.4.3 SDK“ installiert. Vor der Verwendung des SDKs sollte dieses an eine andere Stelle kopiert werden. So bleibt das installierte SDK immer als „Clean state“ vorhanden.
Auch gab es einige Anpassungen in Bezug auf die Struktur von Coake Erweiterungen. Die einzelnen Komponenten von Erweiterungen sind nun nicht mehr auf einzelne Ordner im Projekt verteilt, sondern liegen gekapselt in einem zusammengefasstem Plugin-Ordner.

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